Rundreise durch TSCHECHIEN
die MALIBU-Premierenreise
Sonntag, 19.6.2016
Regen begleitet uns auf unserer 1. Reise mit dem Malibu bis nach Salzburg, dann schüttet es bis nach Wels, dann lässt der Regen nach und wir kommen bei Sonnenschein um halb 5 in Steyregg nach 344 km an. Wir stellen das WoMo am Parkplatz beim (geschlossenen) Gemeindebad ab (mit freundlicher Genehmigung vom Herrn Bürgermeister) und treffen uns mit Marion und ihrem Flo. Mit dem PKW fahren wir dann einige Km, um im Deisinger-Hof eine original Mühlviertler-Jause zu verspeisen.
Die Nacht verbringen wir ruhig und ohne Störung.
Montag, 20.6.
Brigitte kauft in der nahen Bäckerei frisches Gebäck zum Frühstück, dann machen wir uns auf die Reise und fahren über Freistadt nach Tschechien. Gleich nach der Grenze tanke ich voll (0,99 €), kaufe die Vignette (10 €) und nach insgesamt 446 km erreichen wir gegen Mittag den
Campingplatz VILLA RESORT DLOUHA LOUKA im Park von Stromovka, ca. 1 km außerhalb der historischen Altstadt von Budweis. Es ist ein toller Platz mit vielen Bungalows, einem Fitnessclub und Saunagebäude, 20 € kostet die Nacht. Wir richten uns häuslich ein und am Nachmittag spazieren wir durch den Park und über 3 Fußgängerbrücken in die Altstadt und starten die Besichtigungstour: Dominikanerkloster, historisches Salzlager, Rabensteiner Turm (heute geschlossen, die 225 Stufen kommen morgen dran), Schwarzer Turm, St.Nikolaus-Dom. Am Premysl-Ottokar-Platz (das Zentrum der Stadt, umgeben von 48 Barock-und Renaissance-Häusern mit Laubengängen) kehren wir auf Kaffee und Kuchen ein und spazieren wieder zurück zum Camp.

 

Die Sonne lacht vom Himmel, die Wettervorherschau ist nicht nur gut, sie ist sehr gut ....
Dienstag, 21.6.
Sensationelles Wetter - abwechselnd Sonne und Wolken - aber erstmals seit Tagen kein Regen! Der Schwarze Turm ist ab 10 Uhr geöffnet, 30 Kronen kostet der Eintritt pro Person. Die ersten ca. 15 m bezwingt man in einer sehr engen Wendeltreppe, dann führen breitere Holzstiegen bis zur Aussichtsplattform auf ca. 50 Meter, insgesamt sind 225 Stufen zu schaffen. Der Ausblick auf die Stadt ist super, interessant sind auch die 5 Glocken im Turm. Die größte davon ist die Bumerin, sie wiegt 3.500 Kilo.

Als Belohnung für die Aufstiegsmühen kehren wir im Cafe Plaza ein und stärken uns mit Cappuccino und Vanille-Erdbeerkuchen (ich) bzw. Jogurt Mango. Mittags verlassen wir den Camp und fahren 17 km in die kleine 140 Einwohner-Ortschaft Holasovice. Das Dorf zählt wegen seiner 22 typisch böhmischen Höfe im bäuerlichen Barockstil zum UNESCO-Weltkulturerbe. Wir essen in einem der 2 Gasthäuser sehr gut und auch billig (11 € für Fleischknödel bzw. Kaninchenhackbraten (steht so auf der Karte), Salat und 2 Apfelsaft-Wasser).

15 km weiter nordwestlich von Budweis steht das Schloss Frauenberg (Hluboka), ein richtig schön kitschiges Jagdschloss mit Türmchen und Zinnen, erbaut von einem Fürsten aus der Dynastie Schwarzenberg. Die Führung kostet 150,- pro Person, ca. 20 prunkvolle Räume dürfen besichtigt werden.
Die Nacht verbringen wir kostenlos und ungestört am örtlichen Touristenparkplatz, Km-Stand 485
Mittwoch, 22. Juni
Telc (Teltsch), ein von der UNESCO geschütztes Dorf, ist das erste Tagesziel. Makellos wie eine perfekte Filmkulisse wirkt der Ortskern mit seinen herrlichen Renaissance-Häusern. Das Dörfchen ist von Teichen umrahmt und wird vom Turm des Schlosskirche mit seiner Aussichtsplattform (152 Stufen) beherrscht.

30 km weiter liegt Trebic (Trebitsch), das nicht nur wegen seiner Altstadt und dem Hauptplatz mit den Renaissancebauten sehenswert ist, sondern vor allem wegen seinen zwei Attraktionen: dem jüdischen Stadtzentrum und der Basilika zu Ehren des hl. Prokop, die zu den bedeutendsten Sakralbauten Europas zählt. Und natürlich gibt es auch einen Turm - 146 Stufen sind es diesmal.

Donnerstag, 23. Juni
Wir schlafen bis viertel Zehn, dann wird Wasser nachgefüllt und auf geht's zum nächsten Penny-Markt zwex frischem Gebäck. Nach dem Frühstück machen wir uns dann auf in die Geburtsstadt Smetanas. Der fast tägliche Kirchturm ist zu besteigen (142 Stufen), die Piaristenkirche mit dem Klostergarten, die Probstkirche und das Schloss sind sehenswerte Bauwerke. Leider ist der fast 500 m lange Smetana-Platz durch viele Autos sehr verparkt, aber die vielen renovierten Häuser im Barockstil sind allemal schön anzuschauen.

Am Nachmittag verlassen wir Litomysl (Leitomischl) und fahren 111 km weiter zum Camp Cesky Raj (17 € pro Nacht), 5 km nach Jicin. Der Platz ist sehr ruhig gelegen, von viel Grün umgeben. Außer uns sind noch 2 WoMo und 2 Wohnwagengespanne aus NL da. Am späteren Nachmittag packe ich den Roller aus und wir fahren nach Jicin, wo wir den Hauptplatz besichtigen und uns im Fenix-Grill stärken.

Km-Stand heute: 829
Freitag, 24. Juni
7 km entfernt liegen im Naturschutzgebiet von Prachovske skaly die berühmten Sandsteinfelsen: Steile Felsnadeln gruppieren sich zu bizarren Formationen, teils steile Wanderwege durchziehen das sehenswerte Gebiet und ermöglichen Aufstiege (ca. 500 Stufen mit unterschiedlichen Höhen) auf die Felsen - und den Blick von oben. Erinnerungen an Kappadokien werden wach.

Am späteren Nachmittag rollern wir auf Umwegen zu den imposanten Überresten von der Burg Trosky. Brigitte verweigerte den Aufstieg zu den Türmen, ich gehe zuerst auf den rechten Turm (166 Stufen in praller Sonne), dann kommt der andere (101 Stufen) Turm dran.

Die Dusche danach am Camp war eine Wohltat, auch das Füße hochlagern.....   Km-Stand: 82
Samstag, 25. Juni
Kutna Hora hat prachtvolle Häuser am Marktplatz, ein großes Kloster und eine atemberaubende Kathedrale. Dieses Wochenende fanden die jährlichen Ritterspiele statt, dadurch war der große Park gesperrt und hunderte Touristen drängten durch die schmalen Straßen und Gassen. Außerdem hatte es drückende 36 Grad bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit, sodass wir uns nicht lange aufhielten und nach Prag weiterfuhren, zumal auch der einzige Campingplatz in der Region voll war.

Unterwegs kamen wir in ein kräftiges Gewitter samt Temperatursturz auf 22 Grad und erreichten schließlich den Campingplatz SOKOLTROJA (21 € pro Tag) im Stadtteil Troja von Prag. Am Nachmittag hat es hier ein kräftiges Gewitter gegeben, teilweise sind noch kirschgroße Hagelkörner auf der Wiese zu sehen. Km-Stand: 1.041
Sonntag, 26. Juni
Wechselnd bewölkt, immer wieder strahlend blauer Himmel - und 22 Grad - genau das richtige Wetter für die Stadtbesichtigung. Mit dem Bus und U-Bahn fahren wir bis in die Nähe des Wahrzeichens von Prag - der Prager Burg. Wir besichtigen den Königspalast, die St.Georgs-Basilika, das Goldene Gässchen, den Pulverturm und als Krönung die St.Veits-Kathedrale. Faszinierend der Ausblick auf die Altstadt mit den vielen Kirchen und der Karlsbrücke sowie dem Glockenturm St.Nikolaus.

Prag vom Feinsten erlebt man im Stadtteil Mala Strana: schmale Kopfsteinpflaster-Gassen, Paläste und Herrenhäuser, die Türme der Kirchen - eine Vielfalt von Geschäften und Lokalen und jede Menge Touristen, die sich von der berühmten Karlsbrücke zum Hradschin hinauf bzw. herunter bewegt. Wir überqueren die Karlsbrücke und besteigen den "Altstädter Brückenturm" (141 Stufen) mit seiner herrlichen Aussicht auf Burg und Fluss.
Montag, 27. Juni
Wieder haben wir Besichtigungswetter, als wir aus der U-Bahn-Station Muzeum aussteigen. Wir spazieren über den Wenzelsplatz zum Altstädter Rathaus mit der astronomischen Uhr und besteigen natürlich den mächtigen gotischen Turm (121 Stufen bis ca. ins 1. Drittel, dann "flach" ansteigende Rampe bis hinauf) und sind einmal mehr von der Aussicht überwältigt. Nächstes Ziel ist die Kirche St.Maria vor dem Teyn, der eindruckvollste gotische Sakralbau in Prag. Um die "Ecke" gehen wir dann ins jüdische Viertel (Altneu-Synagoge) und am Ufer der Moldau entlang bis zur Karlsbrücke. Auch heute Montag stauen sich hier die Touristen ...
Haben wir gestern den Turm auf der Seite von Stare Mesto bestiegen, so ist heute der auf der gegenüberliegenden Seite, Mala Strana, dran. Die 141 Stufen lohnen sich auf alle Fälle, die Aussicht auf die Burg, die St.Nikolaus-Kirche und den Stadtteil Mala Strana ist einfach genial.

Dienstag, 28.6.
Wir verlassen Prag nach Pilsen, dem Touristenmagneten Westböhmens und Europas Kulturhauptstadt 2015. Die Betonklotzsiedlungen am Stadtrand der Industrie- und Studentenstadt sehen wir nur von der Ferne, unser Ziel ist der Campingplatz Bolevak Ostende, ein paar Km außerhalb der Stadt, idyllisch an einem kleinen See gelegen, 20 € kostet eine Nacht.

Ich packe den Roller aus und in ein paar Minuten sind wir mitten im Zentrum und spazieren mit einem Eis in der Hand zum Nationalplatz. Wunderschöne Barock- und Renaissancehäuser beherrschen den Platz mit Rathaus, Pestsäule und der St.Bartholomäus-Kirche, die der Villacher Stadtpfarrkirche (bis auf den Turm) innen und außen ziemlich ähnlich sieht. Klar steigen wir auf den Turm, diesmal sind es ergiebige 294 Stufen, bis man die Aussicht aus 56 Meter genießen kann.

Nach Besichtigung der historischen "Unterwelt" spazieren wir noch zum Wasserturm, zum Bistum und zur großen Synagoge. Km-Stand heute: 1.139

Mittwoch, 29. Juni
Karlsbad (Karlovy Vary) ist unser letztes Ziel in Tschechien. Und dieses Ziel erweist sich als ein wahres "Wunderstädtchen". Zwei wunderschöne Kirchen (die katholische Maria-Magdalena-Kirche und die exotisch wirkende orthodoxe St.Peter-und-Pauls-Kirche) werden von vielen wunderschönen Häusern umrahmt. Überdachte Wege, prächtige Kollonaden und schon fast kitschig verzierte Fassaden ziehen schon seit Jahrhunderten Kurgäste an. Von geschnitzten Holzkunstwerken aus der Gründerzeit bis zu einigen wenigen Bausünden aus der kommunistischen Zeit reicht die Bandbreite. Park, Mühlbrunnen, die Sprudelkollonade, ein Juwelier neben dem anderen, dazwischen Souveniergeschäfte - eine tolle Vielfalt. Und natürlich Geschäfte, in denen man Karlsbader Geschirr kaufen kann - und ganz wichtig: Karlsbader Oblaten. Eine Spezialität, die man einfach nicht verschmähen darf. Aber Achtung: Mitte der zweiten Packung sollte man damit aufhören - fürs Erste ....

Vollgepackt mit Eindrücken und Oblaten verlassen wir Karlstadt, wir beenden hier den tschechischen Teil unserer MALIBU-Premierenfahrt. Alles war bisher bestens, hoffentlich geht es gleich gut weiter. Unsere nächstes Ziel ist der Großraum Dresden bzw. die Sächsische Schweiz
Km-Stand: 1.376, 2.742 bewältigte Stufen