ALBANIEN - Teil 2
von der Landesmitte in den Süden und an der Küste entlang wieder zurück
Dienstag, 15. Oktober
Ca. 20 km nach Pogradec biegen wir links ab und fahren nochmals gut 20 km ins Dorf Pustec am Prespa-See. Es ist ein kleines und noch sehr ursprüngliches Dorf, in dem neben den üblichen Mercedes nur noch Esel als Verkehrsmittel dienen. Die schöne orthodoxe Pfarrkirche wurde erst vor einigen Jahren fertig gestellt, sonst ist alles noch so, wie vor vielen vielen Jahren.

 

27 km weiter ist Korca unser nächstes Ziel. Die Stadt liegt in Mitten einer große Hochebene, eingebettet von hohen Gebirgszügen. Das Stadtbild ist sehr ansprechend, viele Grünanlagen mit gepflegten Parks, etlichen Märkten, Moscheen, Denkmälern und Kirchen laden zum Spazieren ein. Wunderschön die christlich-orthodoxe Kathedrale, interessant der Aussichtssturm mit seinen 170 Stufen. Die Stadt ist das christlich-orthodoxe Zentrum Albaniens und Bischofsitz. In einem der vielen Lokale in der Fußgängerzone essen wir albanische Spezialitäten, dann fahren wir weiter ins nahe Dorf Voskopoja.

 

Voskopoja auf 1.160 m Seehöhe ist Korcas historisch bedeutende Vorgängersiedlung und liegt mitten in unberührter Natur und wunderschöner Almlandschaft. Bis ins 19. Jahrhundert soll es 26 Kirchen in dem Städtchen gegeben haben, mit dem Schwund der Bevölkerung und dem Aussterben vieler Industrie- und Wirtschaftsbetriebe verschwanden auch die Kirchen, Häuser wurden geplündert und die Menschen zogen nach Korca, das einen ordentlichen Aufschwung erlebte. Heute kann man noch 5 sehr gut erhaltene Kirchen besichtigen. Wir stehen über Nacht in einer kleinen Seitengasse, der einzige Besuch am Abend und in der Früh waren Kühe, die von/auf die nahe Weide getrieben wurden. In Albanien sind wir bisher 754 km gefahren.

 

 

Mittwoch, 16.10.
Das Wetter ist so wie in den letzten Tage, absolut wolkenlos, warm und windstill. Die heutige Strecke führt uns kerzengerade (Luftlinie) in den Süden, in der Kleinstadt Erseka machen wir eine Lemon-Soda-Pause und bummeln durch die Gassen, dann entdecken wir noch den sehr schönen und ziemlich neu gestalteten Hauptplatz mit den üblichen Denkmälern, dem Rathaus und natürlich vielen Kaffeehäusern.

 

Wenige Kilometer weiter findet sich das kleine Dorf Borova mit seinem spiralförmig angelegten Friedhof. 1943 wurde hier eine Deutsche Einheit aus dem Hinterhalt angegriffen, die albanischen Streitkräfte hatten jedoch eine italienische Einheit "erwartet". Noch am gleichen Tag übte die deutsche Wehrmacht Vergeltung und richtete im Dorf ein Massaker an und erschoss wahllos alte Männer, Frauen und Kinder. Leute, die gerade am Feld arbeiteten, hatten Glück und entkamen. Eine Gedenktafel am Ortsanfang erinnert an den schrecklichen Tag. Ein sehr alter Mann, der beim Friedhof in der Sonne saß, fragte uns, woher wir sind - Germania? Nein, Austria - und er wiederholte lächelnd "Austriaki" und hob den Daumen.

Über Leskovik wollen wir weiter zur antiken Steinbrücke von Benje. Laut Reiseführer ist die SH65 ab Leskovik (900 m)  jedoch nicht asphaltiert, es wird die SH75 durch eine weite Schlucht bis hinunter auf 350 m Seehöhe ins Vjosatal empfohlen. Wir glauben dem Reiseführer und verzichten auf eine Überprüfung im Navigator bzw. Google Maps. Hätten wir nicht tun sollen.  Die "Straße" beginnt als Rumpelpiste, alle 100 m ist für 100 m kein Asphalt. Breite der Straße ca. 3 Meter, links der Berg und rechts die tiefe Schlucht. Eine enge Kurve nach der anderen, mehr als den 2. Gang brauche ich nicht. Autos kommen uns nur ein paar entgegen, und das waren Geländewägen. Aber was solls, die 15 endlosen Kilometer bewältigte ich in einer guten Stunde, dann waren wir wieder auf der "Hauptstraße" und fuhren die restlichen 60 km in gut 2 Stunden bis zur Steinbogenbrücke aus osmanischer Zeit. Ob die SH65 tatsächlich nicht asphaltiert ist, werden wir wohl nie erfahren ...

 

Die Straße endet im Seitental, der Parkplatz vor der Brücke eignet sich sehr gut zum Übernachten. Dachte sich auch der Deutsche aus Dortmund, den wir bereits vor gut einer Woche an der Küste im Gebiet Kruja zweimal getroffen haben. 896 gefahrene km bisher in Albanien, 1.861 km insgesamt.

 

Donnerstag, 17. Oktober
Wir fahren die 6 km zurück zur Hauptstraße, die langsam aber sicher tatsächlich zur Hauptstraße wird, ich kann sogar teilweise 60 oder gar 70 km/h fahren. In Tepelena machen wir einen Zwischenstopp. Die 5000 Einwohnerstadt ist für das sehr gute Wasser bekannt, wir finden aber keine öffentliche Entnahmestelle, nur Hinweistafeln zur Water-Factory. Also wieder zurück auf die tolle Hauptstraße SH4, Ziel ist Gjirokaster. Nach ein paar Kilometern sehen wir rechts einen wahren Auflauf, viele Autos parken am Straßenrand, Obst, Snacks und Souvenirs werden in Ständen angeboten - und aus vielen öffentlichen Brunnen tritt das kostbare Quellwasser aus. Die Einheimischen kommen mit großen Kanistern, auch wir füllen unseren Wassertank an.
Gegen Mittag landen wir in Gjirokaster am neuen Campingplatz FAMILY, 2,5 km vom Stadtzentrum. Kilometer heute: 88 in 2 Stunden, gesamt in Albanien 984. Gjirokaster, die Geburtsstadt des Diktators Enver Hoxha, ist laut Reiseführer ein kulturelles Highlight jeder Albanienreise. Und das ist absolut richtig. Die kleine Stadt ist eingebettet zwischen hohen Bergen. Die einzigartige Architektur der Stadt führte 2005 zur Aufnahme ins UNESCO Weltkulturerbe. Toll die sehr große und mystisch wirkende Burg auf einem freistehenden Hügel, umgeben von den mit grauem Schiefer gedeckten Häusern der Altstadt, die eigentlich ein einziger Basar ist.

 

Freitag, 18. Oktober
Pause vor dem WoMo bis Mittag, dann starte ich den Roller, wir fahren nochmals in die Altstadt von Gjirokaster, es gibt noch einiges zu bestaunen. Den restlichen Nachmittag sitzen wir wieder vor dem WoMo in der warmen Sonne.

Samstag, 19. Oktober
15 Euro pro Nacht zahlen wir am Camp, dann geht die Reise weiter.  2 km nach Gjirokaster machen wir den ersten Fotostop, eine 103 m lange Steinbrücke aus dem 19. Jahrhundert ist zu bestaunen. Durch eine sehr schöne Landschaft mit guter Straße fahren wir über den 572 m hohen Muzinee-Pass, am südlichen Ende lädt das Dorf Mesopotam zu einem Stopp samt Besichtigung der im byzantinischen Stil errichteten Klosterkirche ein. Leider war auch hier wie bei so viel anderen das Tor versperrt.

Nach 66 gemütlichen Tageskilometern landen wir zu Mittag 6 km südlich von Saranda am MONASTERY CAMPING. Es ist ein Miniplatz direkt am Meer, wir testen aber zuerst zu Fuß den Weg hinunter, weil der schaut nicht sehr einladend aus. Aber passt schon, breit genug und zurück auf die Hauptstraße werde ich es auch schaffen. Gut 15 km weiter liegt die Stadt Butrint mit ihren UNESCO-Ausgrabungen, wir lassen aber die Steine Steine sein. Strand ist wichtiger. Und gesünder. Das Meer hat 25 Grad, die Luft auch, es weht ein leichter Wind und der Boss vom Platz hat den Holzkohlengrill in Betrieb. Km gesamt: 2.016, davon in Albanien 1.051

Sonntag, 20. Oktober
Auch heute tun wir nichts, nur Sonne liegen und baden, auch Rosa ist der Meinung, das Meer ist zum Schwimmen da. Ist echt eine tolle Bucht, die wir eher zufällig entdeckt haben.

Am Nachmittag rollern wir ins 9 km entfernte Saranda und natürlich sofort hinauf zur Burg. Viel Burg ist allerdings nicht zu sehen, hauptsächlich Restaurant. Aber die Aussicht auf die reine Tourismusstadt ist toll. Saranda hat mit den umliegenden Dörfern ca. 20.000 Einwohner, aber sicher gleich viele Hotelbetten - und sehr viele Rohbauten, die auch zu Hotels werden. Wir parken nach dem Burgabenteuer beim kleinen Hafen ein und spazieren die schöne Strandpromenade entlang. Die Kaffeehäuser sind gut besucht, sonst tut sich eigentlich nichts. Die Hotels haben zu, ebenso die vielen Boutiquen und Bars/Restaurants. Allerdings gefällt es uns so eindeutig besser, im Sommer möchte ich hier nicht einmal aufgemalt sein.

Nach der Rückkehr zum Camp fahre ich mit dem Roller zum Kloster auf den 180 m hohen Hügel beim Camp und kann der Sonne beim Untergehen hinter Korfu zuschauen.

Montag, 21. Oktober
Am Vormittag fahren wir weiter nordwärts an der albanischen Riviera. Die ganz gute Straße verläuft meistens ziemlich hoch am Berg mit tollster Aussicht auf die Buchten. Wo die Küste eine Siedlung "erlaubt", ist auch eine entstanden. Überwiegend sieht man aber nur 100.000e Olivenbäume, die bis knapp ans Meer reichen.

50 Minuten und 35 km später stehen wir in der Bucht von Buneci, 36 km sind wir gefahren. Von der Hauptstraße geht's links weg zum Meer, 1,5 km auf ganz guter Schotterstraße, dann ist aus. Nach links 400 m Strand (inkl. Schaf- und Ziegenweide), nach rechts 400 m Strand, ein paar Häuser, ein leer stehendes Ressort. Und zur Begrüßung der restliche Müll vom Sommer mitten im Dorf. Irgendwie sizilianische Verhältnisse hier - oder albanische Verhältnisse in Sizilien ... Wir stehen einsam und allein in der sonst sehr schönen Bucht, schwimmen im warmen und sehr sauberen Meer und der Tag vergeht mit einem wunderschönen Sonnenuntergang.

Dienstag, 22. Oktober
Zuerst dachten wir daran, noch einen Tag in der Buneci-Bucht zu bleiben, entschlossen uns dann aber doch zur Weiterfahrt. 21 km weiter befindet sich auf der kleinen Halbinsel Porto Palermo die gut erhaltene und düstere Festung des Ali Pascha Tepelene. Ein halbe Stunde Besichtigung, dann fuhren wir weiter und landeten 11 km später in der Bucht von Livadh, ein paar Kilometer nach dem Tourismusort Himäre. Wir stellen uns auf den netten Camp Moskato, das war es für heute, inklusive gestern haben wir uns satte 69 km gemütlich nach Norden bewegt. 2.085 km insgesamt, in Albanien fuhren wir bisher 1.120 km

Mittwoch, 23. Oktober und Donnerstag, 24.
Ober der Küste befinden sich auf einem ca. 200 m hohen Hügel die Reste einer einst mächtigen Burganlage, bereits 214 v. Chr. erwähnt. Teile davon sind noch ganz gut erhalten, der Rest eher nicht. Die Aussicht auf die Bucht ist wunderschön, aber auch mit der Drohne hat man einen schönen Überblick über die riesige Bucht am kristallklaren Meer. Nicht nur einmal schwimme ich ausgiebig ...  2 mal rollere ich nach Himäre zu einem Supermarkt, sonst herrscht Ruhe und Entspannung vor dem WoMo.

Freitag, 25. Oktober
Vom Camp Moskato fahren wir ca. 9 km und staunen: Dhermi, ein irrsinnig schönes Bergdorf, die Häuser hoch oben geradezu an den steilen Berg geklebt, zeigt sich uns nach einer Kurve. Die Straße steigt noch einige Höhenmeter an, dann geht es wieder abwärts - bis zum Anfang der Auffahrt auf den Llogara-Pass. In eine fast 45 Grad steile Bergflanke wurde die Straße mit vielen Serpentinen hineingesprengt. Die Aussicht aufs Meer ist traumhaft und wird leider nur durch ein Retortenferiendorf getrübt. Da bauen die Albaner mit internationaler Beteiligung ziemlich abgelegen an der unbebauten und unberührten Küste eine sehr große Ferienanlage. Ja, der Tourismus boomt in Albanien besonders stark.

1.027 m hoch ist der höchste Punkt der Passstraße über die Halbinsel, dann geht es auf der Rückseite des Berges wieder bis ans Meer. Die Straße ist großteils sehr neu asphaltiert, die Landschaft alpin, Verkehr fast null. Wir streifen die Hafenstadt Vlores (besteht scheinbar nur aus Hochhäusern) am Rande, eine Besichtigung lassen wir aus, es gibt laut Reiseführer außer einer kleinen Moschee und einem großen Denkmal (wir sehen beide zufällig beim Vorbeifahren) nichts, was einen Stopp rechtfertigen würde.

Ein paar Kilometer westlich der Bezirkshauptstadt Fier (85.000 Einwohner, keine historische Bedeutung, daher auch keine Sehenswürdigkeiten) ist Apollonia unser Tagesziel. Die eindrucksvolle antike Stätte (Kloster, ein Museum - u.a. mit Prothesen tragenden Löwen, schöne Kirche, Reste von Tempel, Theater, Akropolis und Wohnhäusern) liegt auf einem Hügel, wenige Kilometer von der (laut Reiseführer wunderschönen) Küste entfernt. Wir spazieren gut 2 Stunden durch die Anlage, die Nacht wollten wir dann an der Küste verbringen. Aber laut beiden Navis braucht man für die 14 km von Apollonia zum Meer 45 Minuten. Auf dieses Abenteuer können und wollen wir verzichten, wir stehen gemeinsam mit 2 Deutschen am Parkplatz von Apollonia. 126 km sind wir heute gefahren, gesamt in Albanien 1.246

Samstag, 26. Oktober
59 km in 1,5 Std sind wir bis Berat unterwegs. Von Ivo, dem Kroaten, wurde uns der kleine, einfache, aber familiäre und sehr zentral gelegene Familiencamp NIKO (10 Euro) empfohlen. Klar fahren wir dorthin, liegt der offizielle Berat-Camping doch ca. 14 km außerhalb der Stadt. Wir stellen das WoMo auf die Wiese hinter dem Haus, zwei weitere hätten noch Platz. Los geht es in die Stadt, es gibt in Berat einiges zu sehen. Die Stadt ist 2008 UNESCO-Weltkulturerbe und liegt an einer Engstelle des Osum-Flusses. Am Hang unter der Festung picken die Häuser mit den vielen Fenstern eng aneinandergereiht und bilden einen der drei Stadtteile. Der zweite Stadtteil ist das "Innenleben" der Festung, der dritte Stadtteil  liegt am anderen Ufer, nur über eine Fußgängerbrücke erreichbar. Auf Grund des eigenwilligen Baustils der Häuser mit den vielen Fenstern wird Berat auch als "Stadt der 1000 Fenster" bezeichnet.

Der Weg zur Festung ist sehr steil und mit großen Steinen gepflastert, die Festung selber ist mit allen Gebäuden in sehr gutem Zustand, die Aussicht auf die Stadt ganz toll. Nach der Festung besuchen wir die Fußgängerzone mit den vielen Restaurants und Kaffeehäusern, essen original albanisch und gegen Abend lautet das Motto: Beine hoch im WoMo.

Sonntag, 27. Oktober
50 km nordöstlich von Berat ist einer der spektakulärsten Canyons Europas zu finden: der Osum-Canyon. 17 km lang, teilweise fallen die Wände an die 100 m senkrecht in die Tiefe, wo der derzeit nur sehr wenig Wasser führende Osum (fünftlängster Fluss Albaniens) fließt. Im ganzen Canyon gibt es nirgends einen vernünftigen Stellplatz für das WoMo, so fahren wir am Nachmittag wieder zurück nach Berat und stellen uns nochmals auf den Camp Niko. 2.391 km sind wir bisher gefahren, davon 1.426 in Albanien

Montag, 28. Oktober
76 km und 2 Stunden nordwestlich liegt in ziemlicher Einsamkeit nahe am Meer die kastellförmige Festung Bashtova. Einsam und allein liegt die aus dem 15. Jahrhundert stammende Anlage im Flachland, rundherum nur Wiesen und ein paar Obstplantagen. Wir machen eine längere Pause im eigentlich nur aus den Außenmauern bestehenden Gebäude, dann probieren wir die 4 km zum Meer, auf Hinweistafeln ist ein schöner Strand angegeben. Jedoch endet nach 2 km die asphaltierte Straße, weiter geht es auf einem Schotterweg mit kräftigen Löchern und vielen Schotter-/Sand-Stücken. Ich lasse es bleiben, weil wer weiß, wie es dann am Strand aussieht. Und Abschleppdienst dürfte hier kaum einer zu finden sein.

Von Bashtova fahren wir 101 km großteils auf Fernstraßen und sind am Nachmittag wieder in der Lagune von Patok, wo wir schon am 8. eine Nacht verbracht haben. Auch diesmal gehen wir ins Restaurant Gesi und lassen es uns schmecken, der Sonnenuntergang ist fast noch kitschiger als vor 3 Wochen .... 177 km sind wir heute gefahren.

 

Dienstag, 29. Oktober und Mittwoch, 30.
Den ganzen Dienstag lümmeln wir faul beim WoMo in der warmen Sonne, einfach ein schöner Tag. Am Mittwoch starten wir um 9 Uhr, fahren 68 km und sind wieder am Campingplatz Legjenda von Shkoder. Während sich Brigitte am Markt herumtreibt, fahre ich 8 km nach Norden zur Steinbogenbrücke Ura e Mesit (18. Jahrhundert), eine wichtige Brücke am damaligen Handelsweg zwischen dem Kosovo und Albanien. Der mittlere Bogen ist mächtige 18 m hoch und hat eine Spannweite von 21 m, die gesamte Brücke ist 109 m lang.
Hinter dem Hügel mit der Festung Rozafa wartet noch die "Bleimoschee", das größte, älteste und aufwändigste Gebetshaus seiner Art in Albanien auf seine Besichtigung. Somit sind auch die letzten beiden Sehenswürdigkeiten von Shkoder besichtigt.
Der Tag klingt faul am Camp aus, am späteren Nachmittag sehen wir die ersten Wolken seit Reiseantritt, gegen Abend regnet es auch leicht. Der Himmel weint, weil wir Albanien morgen wieder verlassen werden. Km bisher:  2.626, davon in Albanien 1.661

Donnerstag, 31. Oktober
Wir machen uns bei leicht trübem Himmel auf die Heimfahrt, 38,5 km sind es zum Grenzübergang nach Montenegro, Han i Hotit. Genau 1.699,5 km sind wir gut durch Albanien gefahren, die Straßen sind nicht schlechter als bei uns (Ausnahmen gibt es überall) und bis auf ganz wenige Nebenstraßen einwandfrei zu befahren. EURO-Diesel kostet zwischen 165 (1,30 €) und 180 (1,44 €) LEK, der billigere "normale Diesel" kostet zwischen 155 und 165 LEK. Essen in den Restaurants (z.B. 1 Lemon Soda, 1 großer gem. Salat und 1 Filet Stroganoff um 10,80 EURO) ist um einiges billiger als in Österreich, auch in den Lebensmittelgeschäften kauft man (bei doch recht geringem Angebot) billiger als bei uns ein.
Die Leute sind ohne Ausnahme sehr freundlich, besonders die jüngeren Albaner sprechen alle Englisch, die ältere Generation kann dafür manchmal ein paar Brocken Deutsch.
Ab und zu regnet es kurz, sonst ist die Fahrt zurück nach Trogir problemlos. Es sind nur wenige Autos unterwegs und die große Baustelle vor der Grenze zu Bosnien ist fast verschwunden, in den letzten 4 Wochen wurden knapp 20 km neu asphaltiert. Die Einreise nach Bosnien dauerte eine gute Stunde, es gibt nämlich nur eine Abfertigungsspur, auf der auch die LKW durch müssen. Und das dauert halt... Um halb 7 parken wir am Camping Rozac ein, wo wir bis Sonntag bleiben wollen. Kilometerstand: 3.049
Freitag, 1. November
Laut Wetterprognose sollte es regnerisch und trüb sein, tatsächlich hatten wir den ganzen Tag blauen Himmel. Das Meer hat auch noch 22 Grad, also was will man mehr.

Samstag, 2. November
Mehrmals werden wir durch Regen in der Nacht geweckt, auch in der Früh ist es sehr trüb und regnerisch. Wir packen zusammen und machen uns am Vormittag auf die Heimfahrt, diesmal fahren wir nicht über Metlika nach Novo Mesto, sondern bleiben auf der Autobahn Zagreb (Maut ab Trogir 264 Kuna), am halb 6 am Abend sind wir wieder in Villach. 32 Nächte haben wir im WoMo verbracht, 10 davon gratis.
Insgesamt fuhren wir 3.651 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 49 km/h und einer reinen Fahrzeit von 73,44 Stunden, Verbrauch 10,5 Liter/100 km.

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